PETER MERTES STIPENDIUM 2004: ROBERT ELFGEN UND GERD & UWE TOBIAS
15. Januar - 13. März 2005
Freitag, 14. Januar, 19 Uhr Eröffnung

 

 

ROBERT ELFGEN Ausstellungsansicht Bonner Kunstverein
GERD & UWE TOBIAS Ausstellungsansicht Bonner Kunstverein

Der 1972 in Wesseling geborene Robert Elfgen begann sein Studium zunächst an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig bei John Armleder, bevor er im Jahre 2001 an die Kunstakademie Düsseldorf in die Klasse von Rosemarie Trockel wechselte. Dort beendete er in diesem Jahr sein Studium als Meisterschüler. Transformationen im Raum und mit dem Raum bilden einen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeiten. Dabei verbinden sich in den raumgreifenden Installationen unterschiedliche Medien durch poetische und zugleich präzise Erzählstränge. Die Installation 'Raumtaucher' (2002) beispielsweise besteht unter anderem aus der entkernten Hülle seines Autos - ein umgebauter Mercedes-Krankenwagen. Als sein Auto seine ursprüngliche Funktion als Transportmittel nicht mehr erfüllte, verlieh Elfgen ihm ein neues Dasein als Vehikel für imaginäre Raumfahrten. Mit seinen multimedialen Installationen entwickelt Robert Elfgen ein Geflecht aus Beziehungen zwischen Heimat, Reise, Grenzen und Konventionen.
Hinter dem Namen Tobias Z. verbergen sich die Zwillingsbrüder Uwe und Gert Tobias. Sie wurden 1973 in Kronstadt Brasov (Rumänien) geboren und übersiedelten 1985 nach Deutschland. Nach ersten Studienjahren in Mainz wechselten sie an die Hochschule für bildende Künste Braunschweig in die Klasse von Walter Dahn, wo sie 2002 ihr Studium mit Diplom beendeten. Seither leben und arbeiten die beiden Brüder in Köln. Vorstellungen und Klischees über ihre transsylvanische Herkunft verarbeiten die Künstler zu großformatigen Farbholzschnitten, die eine humorvoll-ironische Gratwanderung zwischen folkloristischen Heimatmotiven und furchteinflößenden Horrorszenarien à la Hollywood beschreiten. Dekorativ-ornamentale Bildmuster werden mit bedrohlich-existentiellen Botschaften angereichert. Unmittelbarkeit und Einfachheit zeichnet das Werk von Tobias Z. aus, in dem sich hinter der Folie humorvoller Ornamentik immer wieder dunkle Abgründe auftun. 

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