
ANNA VIRNICH, Foyer
13. April – 24. November
Freitag, 12. April, 19 Uhr Eröffnung
Stark von ihrer Auseinandersetzung mit Materialien geprägt, entfalten sich die Stoffarbeiten von ANNA VIRNICH (*1984) zu bildhaften oder skulpturalen Kompositionen. Die im Rheinland aufgewachsene und in Berlin lebende Künstlerin geht dabei feinfühlig mit den Konstituenten Oberfläche, Bildträger oder Komposition um. Frei im Raum hängend oder dicht auf einen Keilrahmen gespannt, öffnen sich die übereinandergelegten Gewebe einer neuen Farbigkeit, welche die Qualitäten des Textilen ausloten. „Ich mag das Haptische an den Arbeiten - dass sie wie Poren oder wie Haut sind; wie Oberflächen, die ich untersuche.“ So fügen sich die stofflichen ‚Collagen’ zu Landschaften oder rätselhaften Bildräumen, in denen sich das durchscheinende Licht verfängt und die Trennung zwischen Bildträger und Werk ineinander fällt. Für das Foyer des Bonner Kunstvereins entwickelt die Künstlerin eine neue Arbeit. Sie wird die besonderen Proportionen des Raumes einbeziehen und mit der Materialität des Stoffes auf die wechselnden Licht- wie Windverhältnisse im Laufe des Jahres reagieren. Am Abend der Ausstellungseröffnung wird zugleich ihr erster Katalog präsentiert.