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Ella Kruglyanskaya, It Works on Paper, Installationsansicht, 2018, Bonner Kunstverein, Courtesy die Künstlerin und Gavin Brown's Enterprise, New York/Rome. Foto: Mareike Tocha

Ella Kruglyanskaya: It Works on Paper

Ella Kruglyanskaya ist für ihre großformatigen, dynamischen Malereien mit weiblichen Sujets bekannt, die sie vorwiegend nach eigenen Zeichnungen konzipiert, um die Unmittelbarkeit des Ausdrucks auf dem Papier einzufangen. Diese Herangehensweise ist Ausgangspunkt für eine neue Werkserie, in der sich die Künstlerin mit ihren eigenen Produktionsprozessen auseinandersetzt und das Wesen und die Möglichkeiten des Mediums Malerei hinterfragt.

It Works on Paper präsentiert neben einer Auswahl von Zeichnungen über 15 neue Malereien auf Leinwand, von denen einige ebenfalls das Zeichnerische zum Inhalt haben. Während viele von Kruglyanskayas früheren Malereien eine Atmosphäre des Müßiggangs einfangen, wird in ihrer neuesten Werkserie und im Ausstellungstitel ein Fokus auf das Thema Arbeit offensichtlich, der in Bezug auf Weiblichkeit und Geschlechterrollen untersucht wird. Bilder, die von Mutterschaft oder kreativem Ringen handeln, werden von visuellen Wortspielen und einem schrägen Humor begleitet, der für Kruglyanskayas Werk charakteristisch ist. Kategorien wie Porträt, weiblicher Akt oder Stillleben fallen mit einer Reihe von Trompe-l’Œil-Studien zusammen, die den Fetzen von Abdeckband, Schatten und gerissenen Löchern am Rand des Papiers die gleiche Aufmerksamkeit widmen wie der Zeichnung darauf.

Die Ausstellung ist Kruglyanskayas erste Einzelausstellung in Deutschland. Sie wird großzügig von der Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn gefördert.

Ella Kruglyanskaya (1978 in Riga geboren) studierte Malerei an der Kunsthochschule Cooper Union in New York sowie der Yale School of Art, New Haven, Connecticut. Ihr wurden Einzelausstellungen an folgenden Institutionen gewidmet: Tate Liverpool; Tramway, Glasgow (beide 2016); The Power Station, Dallas; Studio Voltaire, London; Contemporary Art Centre (2014) und White Columns, New York (2011). Ihre Arbeiten sind außerdem derzeit als Teil der 8. Baltischen Triennale (2018) in Vilnius zu sehen.