PETER MERTES
STIPENDIUM

Peter Mertes Stipendium 2004: Gert und Uwe Tobias, Installationsansicht Bonner Kunstverein

25 Jahre Peter Mertes Stipendium (2010)

Das Peter Mertes Stipendium hat sich nach über 25jährigem Bestehen, nicht nur dank seiner Kontinuität, sondern vor allem auch dank seinem heute sichtbar werdendem Erfolg, zur festen Größe innerhalb der rheinischen Förderungslandschaft etabliert. Der Preis, bestehend aus einem monatlichen Zuschuß über ein Jahr hinweg und einer Ausstellung mit Katalog im Anschluß, richtet sich ausdrücklich an junge, oftmals gerade von der Ausbildung abgegangene Künstler. Die Peter Mertes Weinkellerei in der Person von Herrn und Frau Willkomm einerseits und der Bonner Kunstverein andererseits stemmen mit dem Preis gewissermaßen eine "Krisenzeit". Der Preis soll den Künstlern helfen, in einer Zeit großer Unsicherheit, mehr Raum für ihre Arbeit zu schaffen.

Förderungen, die sich explizit einer Zeit der Unsicherheit und Krise widmen, sind selten, denn ein "Erfolg" ist zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht gesichert. Die Peter Mertes Weinkellerei hat sich einem unprätentiösen Förderungsmodus verschrieben, dessen Wirksamkeit oft erst retrospektiv sichtbar wird, jedoch oftmals um so spektakulärere Resultate zeigt. Alles nimmt irgendwo seinen Anfang: Geht man die Liste der vergangenen Preisträger durch, scheinen viele Namen auf, die heute überregional und international bekannt sind. Das Vorgehen steht für eine Haltung, die sich nicht nur für die Kunst begeistert, sondern die Kunst auf ihrem anfangs oft steinigen Weg im Entstehen ernst nimmt. Die Förderung setzt dort ein, wo bereits relativ Bescheidenes in der Kontinuität viel zu bewegen vermag. Das einfache Prinzip, im Jahresturnus unterschiedliche Fachleute sowohl für Empfehlungen, als auch für die Jurierung einzuladen, sorgt dafür, daß innerhalb der gesuchten Kontinuität zugleich stetige Neuerung und Blickwechsel gesichert werden.

Christina Végh, Direktorin

Achtung: Das Peter Mertes Stipendium ist ein Vorschlagsstipendium, zu dem ausgewählte und jährlich wechselnde Fachleute einladen. Eine Initiativbewerbung ist nicht möglich.       

PETER MERTES STIPENDIATEN

1985: Ulrike Nattermüller, Köln; Peter Josef Abels, Düsseldorf
1986: Karl Böhmer, Düsseldorf; Georgy Bretschneider, Köln
1987: Sybilla Bischoff/Hilla Brockhausen, Köln; Harry Tilman, Düsseldorf
1988: Thomas Bernstein, Düsseldorf; Astrid Heibach, Köln
1989: Karin Hochstatter, Köln; Annebarbe Kau, Köln
1990: Martin Honert, Düsseldorf; Pia Stadtbäumer, Düsseldorf
1991: Walter Kütz, Aachen/Verviers; Corinne Wasmuht, Düsseldorf
1992: Ursula Böckler, Köln; Gabriele Rothemann, Düsseldorf;
1993: Frances Scholz, Köln; Wolfgang Spanier, Düsseldorf
1994: Jörg Sasse, Düsseldorf; Thomas Stricker, Oberhausen
1995: Carsten Höller, Köln; Vadim Zakharov, Köln
1996: Sigrid Lange, Düsseldorf; Gregor Schneider, Rheydt
1997: Sonja Alhäuser, Düsseldor;, Ralf Berger, Düsseldorf
1998: Monika Baer, Düsseldorf; Johannes Wohnseifer, Köln
1999: Matti Braun, Köln; Alexa Kreißl & Daniel Kerber, Düsseldorf
2000: Yukako Ando, Duisburg; Lucy Harvey, Düsseldorf
2001: Thea Djordjadze, Düsseldorf; Friedrich Kunath, Köln
2002: Kiron Khosla, Köln; Viola Klein, Köln
2003: Heike Beyer, Köln; Christina Wolter, Köln
2004: Robert Elfgen, Köln; Gert und Uwe Tobias, Köln
2005: Roland Gätzschmann, Düsseldorf; Gerda Scheepers, Köln,
2006: Yesim Akdeniz-Graf, Düsseldorf; Alex Müller, Berlin
2007: Natalie Czech, Köln; Seb Koberstädt, Düsseldorf
2008: Gesine Grundmann, Köln; Monika Stricker, Düsseldorf
2009: Jonas Gerhard, Düsseldorf
2010: Jan Meier, Berlin; Christoph Westermeier; Düsseldorf
2011: Lin May, Berlin/Düsseldorf; Miriam Schwedt, Düsseldorf


Jury des PETER MERTES STIPENDIUMS

1985: Elisabeth Vary, Fritz Schwegler, Annelie Pohlen, Stephan Schmidt-Wulffen
1986: Alfonso Hüppi, Jürgen Klauke, Annelie Pohlen, Stephan Schmidt-Wulffen
1987: Tony Cragg, Rune Mields, Dorothee Opitz-Hoffmann, Stephan Schmidt-Wulffen
1988: Christa Näher, Ulrich Krempel, Dorothee Opitz-Hoffmann, Stephan Schmidt-Wulffen
1989: Marianne Stockebrand, Rosemarie Trockel, Margarethe Jochimsen, Stephan Schmidt- Wulffen
1990: Annelie Pohlen, Stephan Schmidt-Wulffen, Ursula Bode, Martin Hentschel
1991: Antje von Graevenitz, Horst Hallensleben, Stephan Schmidt-Wulffen, Gerd de Vries
1992: Annelie Pohlen, Katharina Sieverding, Noemi Smolik, Arta Valstar-Verhoff
1993: Friedemann Malsch, Norbert Prangenberg, Annelie Pohlen, Carl Friedrich Schröer
1994: Horst Hallensleben, Udo Kittelmann, Annelie Pohlen, Renate Puvogel
1995: Kirsten Ortwed, Annelie Pohlen, Klaus Schrenk, Petra Unnützer
1996: Christoph Blase, Andreas Denk, Antje von Graevenitz, Annelie Pohlen
1997: Beate Eckstein, Annelie Pohlen, Renate Puvogel, Thomas Struth
1998: Friedrich Meschede, Annelie Pohlen, Pia Stadtbäumer, Harald Uhr
1999: Veit Loers, Hermann Pitz, Annelie Pohlen, Martin Seidel
2000: Annelie Pohlen, Barbara Schellewald, Susanne Titz, Peter Zimmermann
2001: Annelie Pohlen, Horst Rave, Rolf Ricke, Corinne Wasmuht
2002: Pia Fries, Annelie Pohlen, Kathrin Rhomberg, Stefan Weidle
2003: Peter Bömmels, Marjorie Jongbloed, Annelie Pohlen, Michael Schneider
2004: Ulrike Groos, Thomas Grünfeld, Harald Uhr, Christina Végh
2005: Annette Freudenberger, Georg Herold, Stephan Strsembski, Christina Végh
2006: Anna Dietz, Georg Elben, Thomas Rentmeister, ChristinaVégh
2007: Anne Marie Bonnet, Kathrin Jentjens, Christina Végh, Peter Zimmermann
2008: Frances Scholz, Catrin Lorch, Prof. Anne-Marie Bonnet, Christina Végh
2009: Stefanie Jansen, Michael Krebber, Prof. Anne-Marie Bonnet, Christina Végh
2010: Prof. Anne-Marie Bonnet,  Prof. Ulrike Frohne, Silke Schatz, Stephan Strsembski
2011: Prof. Anne-Marie Bonnet, Matti Braun, Gregor Jansen, Christina Végh