ZUKUNFT MIT KULTUR

Eine Initiative für Bonn




 

Keine deutsche Kommune bleibt von Finanzproblemen verschont. In Bonn ist die Situation besonders angespannt, nach dem Desaster um das WCCB, den vorerst gescheiterten Plänen für ein Festspielhaus, und nach dem Ende der Förderung mit Ausgleichsmitteln aus dem Bonn/Berlin-Vertrag. Kürzungen in der Kultur sind schon länger auf der Tagesordnung: die Tanzsparte und die Theaterbiennale sind bereits weggekürzt, jährlich bangen die Akteure der freien Szene um das Fortbestehen ihrer Institutionen.
Noch gehört Bonn zu den wachsenden Kommunen der Republik. Doch Wie lange noch? Auf dem Spiel stehen nicht nur einzelne kulturelle Angebote, sondern am Ende geht es um die gesamte Kultur als ganz bedeutenden Standortfaktor für die Stadt Bonn.

ZUKUNFT MIT KULTUR ist eine Initiative für Bonn, in Verbundenheit mit der Stadt und der Region.
Im Sinne der Bürger und Besucher Bonns und des Rhein-Sieg-Kreises gilt es, die Attraktivität der Region zu bewahren und die ZUKUNFT MIT KULTUR neu zu gestalten. Neue Wege können nur gemeinsam - von Kultur, Politik und engagierten Bürgern gefunden werden. ZUKUNFT MIT KULTUR will dazu beitragen, solche Begegnungen zu ermöglichen.

Die Initiative ZUKUNFT MIT KULTUR initiierte bislang zwei Veranstaltungen, die auf große Resonanz gestießen sind:

Meine Ideen für Bonn
8. Oktober 2010

Als Auftaktveranstaltung lud der Bonner Kunstverein zu einer ersten offenen Diskussion ein, die kulturinteressierte Bürger dieser Stadt und Region versammelt, um aktiv zu werden und gemeinsam neue Ideen, modernere Strukturen, neue Vernetzungen zu entwickeln.
Kulturinteressierte Bürger erhielten in einem Ideenmarathon die Gelegenheit, in maximal fünf Minuten ihre Idee, ihren Vorschlag, ihren Wunsch für die Zukunft der Kultur in Bonn zu formulieren.
Wichtige kulturelle Akteure wie Philipp Adlung (Beethovenhaus), Stephan Berg (Kunstmuseum), Robert Fleck (Bundeskunsthalle), Ilona Schmiel (Beethovenfest) und Birte Schrein (Schauspielerin, Theater Bonn) bekamen die Gelegenheit, das Wort zu ergreifen.

Pas de deux
4. Mai 2011

Nachdem mit der Veranstaltung "Meine Ideen für Bonn" alle wichtigen kulturellen Aktuere der Stadt zusammengebracht wurden, sollte "Pas de deux" der Dialog, die Gesprächskultur zwischen Politik und Kultur befördern. Dass es hieran mangelt, war eine wesentliche Feststellung der ersten Veranstaltung. Ziel war und ist, eine systematische Betrachtungsweise von Politik und Kultzur einzuführen. Es geht darum, miteinander Wege zu suchen, auch einmal die Perspektive zu wechseln, der Frage nachzugehen, wie wir gemeinsam zu Lösungen kommen, Kultur und Politik.
In sieben kurzweiligen Runden trafen jeweils eine Persönlichkeit aus Politik und Kultur aufeinander. Eingeladen waren hierzu die sechs Fraktionsvorsitzenden des Bonner Stadtrates und der Kulturdezernent für die Politik, sieben Leiter kultureller Institutionen, jeweils aus unterschiedlichen Sparten, u.a. Stephan Berg (Kunstmuseum Bonn), Illona Schmiel (Beethovenfest, Bonn), Klaus Weise (Theater Bonn). Die Paare zwischen Politik und Kultur wurden vor Ort per Los entschieden. In jeweils kurzen 5-10 Minütigen moderierten Runden wurden die Persönlichkeiten in ein Gespräch geführt.