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2.500 EUR

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Nöle Giulini

Imposition 4 (Snare)

2008
Wollfilz, Garn, Holz
35 × 20 × 25 cm
Unikat, mit Zertifikat

Seit den späten 1980er Jahren konzentriert sich Giulinis Praxis auf das Weggeworfene: Filz und
Flusen, Kombucha, Baumwolle, Müll – die Kleinigkeiten und die Unbekümmertheit der
Existenz. Giulini verwandelt diese Materialien, die sie in selbst konstruierten Anlagen rund
um ihr Haus anbaut oder sammelt, in körperliche Neuschöpfungen. Die Figuren aus der Serie
Hieronymus-Boschlings versteht Giulini als ein Verfahren zur Wiederherstellung von Körper
und Geist. Ausgehend von traumatischen Erfahrungen beziehen sich diese Skulpturen
auf vergangene Erlebnisse der Künstlerin und ihren Versuch, ein neues Leben außerhalb
des eigenen Körpers zu finden. Während die Skulpturen das Fantastische zulassen, das
von Hieronymus Boschs eigenen Welten inspiriert ist, sind sie genauso therapeutische
Hilfsmittel für den Körper.

Nöle Giulinis (geb. 1958, Heidelberg) Werk wurde gezeigt in: Paula Anglim Galerie,
San Francisco (1992); New Museum, New York (1996); Tacoma Art Museum (2008);
Heiliggeistkirche, Heidelberg (2012). Sie lebt und arbeitet in Port Townsend, US.