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Niklas Taleb, Mo Money Mo Money, 2018

EUR 1.200

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Niklas Taleb

Mo Money Mo Money

Archival Pigment Print, Passepartout, geschliffener Tulpenholzrahmen
Aufl. 3 + 2 AP
41 x 53 cm

Es herrscht eine gewisse Intimität im Werk von Niklas Taleb. Einerseits kommt diese von der thematischen Schwerpunktsetzung seiner Arbeit: Talebs Fotografie folgt der Form und langen Tradition der Familienfotografie, mit häuslichen Szenen und dem bisweilen mysteriös leeren Blick eines Kindes, das in die Kamera schaut. Andererseits zeichnen sich seine Portraits durch einen erstaunlichen Mangel an inszenierter Performativität aus. Seine Fotografie neigt dazu, über den verstohlenen Blick zur Seite zu sprechen, den Punkt außerhalb des Gezeigten, was häufig eine gewisse Unsicherheit in der*dem Betrachter*in bezüglich der wahren Intention oder des eigentlichen Interesses der Darstellung auslöst. Dies ist die andere Form der Intimität, die zwischen Betrachter*in und Arbeit im Blick auf das bleibende Fragezeichen und den Schwebezustand der auf den Fotografien abgebildeten Interieurs entsteht.

Niklas Taleb (geb. 1986, München) wurde 2020 das Peter Mertes Stipendium des Bonner Kunstvereins verliehen. Seine Arbeiten wurden im Kunstverein Hamburger Bahnhof, Hamburg; Neuer Essener Kunstverein; Kunsthalle Düsseldorf (2020) und Vleeshal Center for Contemporary Art, Middelburg (2019) gezeigt. Taleb lebt und arbeitet in Essen.