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James Richards und Leslie Thornton, Divine Drudgery, 2021

Living in the Radiant Cold

Samstag, 4. September, 20 Uhr
Kreuzung an Sankt Helena, Bornheimer Str. 130, 53119 Bonn

Wir laden Sie herzlich zum Launch der Publikation Divine Drudgery ein, mit einer neu konzipierten Komposition von Sarah Davachi mit Chor und Ensemble sowie einer Videoprojektion von James Richards.

 

Divine Drudgery
Herausgeber*innen:
Fatima Hellberg, James Richards und Leslie Thornton
Mit Arbeiten und Beiträgen von:
Horst Ademeit, Rae Armantrout, Tolia Astakhishvili, Ed Atkins,
Kirsty Bell
, Adelhyd van Bender, Bruce Conner, Fatima Hellberg, Mason Leaver-Yap, Veit Loers, Terence McCormack, James Richards, Jens Thornton, Leslie Thornton und Thomas Zummer
Herausgegeben von:
Bonner Kunstverein, Malmö Konsthall, Künstlerhaus Stuttgart und Lenz Press
Gestaltung:
Karl Kolbitz und Nicoletta Dalfino Spinelli

Diese Performance-Veranstaltung bildet den Abschluss einer Programmreihe am Bonner Kunstverein, in der es um Fürsorge und Verpflichtung sowie um eine kollaborative und prozessorientierte Arbeitsweise und -ethik geht. Im Zentrum steht Divine Drudgery, ein Künstler*innenebuch mit Collagen und Kunstwerken der Künstler*innen und Filmemacher*innen James Richards und Leslie Thornton sowie Beiträgen von Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Dichter*innen, die sich mit Schwellenzuständen und der Ästhetik und Politik des Unsichtbaren beschäftigen.

Die für Living in the Radiant Cold konzipierte gleichnamige Komposition, die von der Musikerin und Komponistin Sarah Davachi mit einem Chor und einem Ensemble aus Orgel, Blechbläser*innen und Streicher*innen aufgeführt wird, sowie die Videoprojektionen von Richards stehen zum einen im direkten Dialog mit dem Buch, zum anderen mit Horst Ademeit, einer zentralen Figur im Buch. Ein großer Bestand an kommentierten Fotografien von Horst Ademeit (1937-2010) bildet sowohl den Kern für Davachis Partitur als auch das Ausgangsmaterial für Richards Video. Die Observations- und Tagesbilder des verstorbenen Künstlers sind bemerkenswerte Zeitkapseln mit einem spezifischen und systematischen Blick. Ihre Absicht lag im Einfangen von unsichtbaren Stahlen und Energien – eine Form der psychischen und immateriellen Kartierung, bei der die Strahlung durch Körper und Objekte wandert. Die Vorstellung, sich durch die Haut zu bewegen, die Zerbrechlichkeit, dysmorphe Wahrnehmung und Monstrosität des Körpers gehören zu den Schichten, die sich durch das Buch und den Abend ziehen. Sie gleichen Koordinaten, die in den Produktionsnotizen wie folgt lauten:

sich wandelnde Körper / Körperdysmorphien, Strahlen als etwas, das durch Körper wandert / Überbleibsel einer analogen Technologie, die in etwas Digitales übergeht / Register, die sich halluzinogen, psychedelisch, am Rande des Abgrunds anfühlen / Behälter und ihre Undichtigkeit / ein Gefühl von Krise und Surrealismus (Surrealismus, der in einem Moment des intensiven Zusammenbruchs entsteht).

Die Dialoge und Stränge, die zwischen den drei Herausgeber*innen hin und her geführt wurden, sind in drei Ausstellungen verankert: Speed (Künstlerhaus Stuttgart), Speed II (Malmö Konsthall) und The Holding Environment (Bonner Kunstverein), und strahlen über diese Orte hinaus.

Mit besonderem Dank an alle, die an der Realisierung der Publikation und Veranstaltung mitgewirkt haben: Susanne Zander, Nicole Delmes, Lisa Arndt, Ben Caton, Andreas Hölscher, Michael Kleine, Julia Stoschek, Lisa Long, Mats Stjernstedt, Johanna Markert und Kreuzung an Sankt Helena

Zusätzlich zur Veranstaltung empfehlen wir die Ausstellung:

Horst Ademeit / Saioa Fischer Abaigar
Ich fordere Sie auf, das Einsteigen in Meine Wohnung zu unterlaßen!

4. September –30. Oktober 2021
Eröffnung: Freitag, 3. September, 11 – 22 Uhr

Delmes & Zander
Lindenstr. 20-22
Köln 50674
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Mit großzügiger Unterstützung von Julia Stoschek.
Gefördert von Musikfonds, Stiftung Kunstfonds, Neustart Kultur und Kreuzung an Sankt Helena.