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Temperatures I: Samo Tomšič – Wachstumszwang

Temperatures
Eine Online-Reihe des Bonner Kunstvereins, Kunstverein Nürnberg und Kunstverein München
ab 23. Februar 2021

Temperatures ist ein kooperatives Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Lesungen, Konzerten und Performances, das die Räume der drei Institutionen um einen gemeinsamen digitalen Raum erweitert.

In den letzten zwölf Monaten haben sich der Bonner Kunstverein, der Kunstverein Nürnberg und der Kunstverein München regelmäßig virtuell zusammengefunden. Es stellte sich die Frage danach, wie Kunstvereine als kollektive, aus Selbstorganisation gewachsene Strukturen einen sinnstiftenden Raum erzeugen können – besonders in einer Zeit, in der solch tiefgreifende Veränderungen auf das öffentliche Leben, Autonomie und zwischenmenschliche Fürsorge einwirken.

Temperatures befasst sich mit dieser Befragung und Reflexion in Form eines einjährigen Programms von Online-Veranstaltungen. Die Reihe versammelt Beiträge von Künstler*innen, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und weiteren Mitwirkenden und unternimmt den Versuch, den digitalen Raum nicht nur zu bedienen, sondern auch zu verhandeln. Dabei wechseln die eingeladenen Perspektiven zwischen verschiedenen Dimensionen – vom Systemischen und Strukturellen bis zum Intimen und Persönlichen –, um immer wieder zu einer scheinbar einfachen Aufgabe zurückzugelangen: Wie können wir über die Frage nach einer einfachen Rückkehr zur vermeintlichen Normalität hinaus denken?

Zur ersten Veranstaltung am 23. Februar um 19 Uhr ist der Philosoph Samo Tomšič eingeladen, der sich dem titelgebenden Begriff der „Temperatur” widmen und dessen unterschiedliche Bedeutungen in den Blick nehmen wird: als objektive Einheit oder aber als Metapher für den relativen Zustand von subjektiven und politischen Realitäten.

Samo Tomšič promovierte in Philosophie an der Universität Ljubljana. Er ist gegenwärtig Gastprofessor an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und an der Universität Ljubljana, sowie auch wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsbereiche umfassen theoretische Psychoanalyse, politische Philosophie und kritische Epistemologie. Zu seinen Veröffentlichungen zählen The Capitalist Unconscious: Marx and Lacan (Verso, 2015) und The Labour of Enjoyment. Toward a Critique of Libidinal Economy (August Verlag, 2019).

Vortrag in deutscher Sprache, Teilnahme umsonst und ohne Anmeldung.

Teilnahme-Login: https://us02web.zoom.us/j/87924324849

Grafikdesign und Code: Studio Anna Cairns

Das Projekt wird gefördert durch das Programm Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, ausgegeben durch den Bundesverband Soziokultur e.V.